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Die Zecke (Holzbock) Ixodes ricinus
Zeckenbisse sind für das Opfer nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich und das gilt für Mensch und Tier. Dabei ist die bei uns verbreitete Ixodes ricinus nur eine von weltweit über 900 verschiedenen Arten von Zecken, die zu den Milben und damit zu den Spinnentieren gehören.
Von Frühjahr bis Herbst - An hohem Gras, oder einem niedrigen Gebüsch sitzend. Zwar ohne Augen, aber mit einem fein ausgeprägtem Geruchsorgan und einer zusätzlichen Sensorik, (Hallersches Organ) die auf die Körperwärme des potentiellen Opfers reagiert lauern sie auf die passende Gelegenheit sich auf das Opfer abzustreichen. Haben sie so ein Opfer geentert, wandern sie teilweise mehrere Stunden, um bevorzugt warme, gutdurchblutete Körperpartien aufzusuchen, an denen sie ihre vampiristische Tätigkeit ausführen können. Dazu bohren sie ihren mit Widerhaken bewehrten Saugrüssel in die Haut des Opfers, während sie gleichzeitig, um unentdeckt zu bleiben, ein schmerzlinderndes Sekret absondern. In der Zeit des Saugvorganges, der mehrere Tage dauern kann und in dessen Verlauf erwachsene weibliche Exemplare das bis zu 200fache ihres Körpergewichts zulegen können, wird ständig ein blutverdünnendes Sekret in das Opfer injiziert. Dabei werden leider auch gefährliche Krankheitserreger in den Blutkreislauf des Opfers abgegeben.
Die am Häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit ist die Lyme Borreliose. 15-20% der weiblichen Zecken sind Träger des Erregers.
Aber auch die, vor allem für den Menschen gefährliche, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) eine besonderen Form der Hirnhautentzündung, wird durch Zeckenbisse übertragen.
Bei Zecken gilt: Je schneller sie entdeckt und entfernt werden, desto geringer die Infektionsgefahr.
Richtige Zeckenentfernung
Die Zecke wird so nah wie möglich an der Einstichstelle mit der Zeckenzange umfasst und vorsichtig heraushebelt. (Zeckenzangen gibt's für kleines Geld beim Tierarzt oder in der Apotheke)
Ob die Zecke dabei mit oder gegen den Uhrzeigersinn, oder überhaupt nicht gedreht wird, ist unerheblich. Vorsichtiges Hin- und Herhebeln reicht aus.
Auf keinen Fall darf die Zecke mit Kleber, Nagellack o.ä. bestrichen werden, da sie ansonsten beim Ersticken Körperflüssigkeit und damit auch Krankheitserreger in den Blutkreislauf des Opfers erbricht.
Bildrechte dieser Seite: Mit freundlicher Genehmigung der Baxter Deutschland GmbH. |
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| Zecke (Ixodes ricinus) in Lauerstellung |
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| Detailaufnahme des Saugwerkzeuges |
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