Wurmkuren
Wer Würmer hat, ist nicht allein !
 
Die meisten der modernen Wurmkuren wirken nicht nur gegen Würmer, sondern bekämpfen auch andere Parasiten, die ihr Unwesen im Pferdekörper treiben. Gerade diese endogenen Parasiten stellen bei Nichtbehandlung eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Wirtskörper (das Pferd) dar. Die Belastung des Pferdeorganismus durch Parasiten machen sich anfangs in einem schlechterwerdenden Allgemeinzustand und in einer nachlassender Leistungsbereitschaft bemerkbar. Je nach Grad und Dauer der Verwurmung kann es zu einer Dauerschädigung von inneren Organen, sowie Koliken bis hin zum Darmverschluß kommen. Starke Verwurmungen enden mitunter tödlich.

Bei der Verwendung von Wurmkuren sollte man nicht am falschen Ende sparen und auf jeden Fall auf Qualitätsprodukte zurückgreifen. Equest® z.B. ist eine Weiterentwicklung von Ivomec®, beides von Boehringer. Der neue Wirkstoff Moxidectin sorgt für eine Abtötung der Parasiten durch sog. schlaffe Lähmung. Und ein längeres Wirkspektrum durch verzögerte Freisetzung aus dem Fettgewebe soll dazu führen, daß drei Entwurmungen pro Jahr ausreichen.
 
Zusätzlich zu den regelmäßigen Wurmkuren ist ein konkretes Weidemanagement unabdingbar. Denn die wirksamste Reduzierung der Wurmlast erfolgt nur durch optimale Haltung, Fütterung und Hygiene. So nützt es wenig, wenn nicht alle Pferde relativ gleichzeitig entwurmt werden, wenn der Misthaufen mitten im Auslauf liegt, oder Weiden und Paddocks nicht regelmäßig abgeäppelt werden. Speziell nach der Wurmkur ist ein komplettes Misten der Box bzw. Abäppeln der Paddocks notwendig, denn selbst die beste Wurmkur wird nicht alle Parasiten abtöten können und eine schnelle Neuverwurmung macht dann die Kur zunichte.
 
Sollten Ihnen Symthome an Ihrem Pferd auffallen, wie Leistungs- oder Gewichtsverlust, so können Sie zur Sicherheit jederzeit eine Kotprobe Labortechnisch durch Ihren Tierarzt untersuchen lassen.
 
Versuchen Sie die Halter aller Pferde, die Berührungspunkte miteinander haben, dazu zu bringen zeitgleich zu entwurmen. Vergessen Sie nicht, daß speziell Fremdpferde, die neu in eine Gruppe eingestallt werden, eine zusätzliche Verwurmungsgefahr bedeuten und deshalb direkt entwurmt werden sollten. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt über die besten Präparate und Zeitpunkte der Verabreichung beraten.
Beachten Sie die Dosierungsvorschriften und stimmen Sie diese auf das Gewicht Ihres Pferdes möglichst genau ab.
 
Diagramm
Magendasseln beim Pferd

Hier haben sich Larven der Dasselfliege in der Magenwand eines Pferdes abgesetzt.

 

Lungenwurm, Wurmkur beim Pferd

Die Larven der kleinen Strongylen können auch durch die Muttermilch auf das Fohlen übertragen werden.

 

Pferdebandwurm

Pferdebandwürmer.

 

Würmer, Wurmkur, Pferd

 Die Larven verschiedener Wurmarten können teils Wochenlang außerhalb des Pferdekörpers überleben. Im Bild eine Lungenwurmlarve.

 

Dasselfliege

Achtung Luftangriff: Dasselfliege im Anflug