Pleasure
Der Name ist Programm. In dieser Gruppenprüfung ruht das Hauptaugenmerk auf der Leichtrittigkeit und der Bequemlichkeit des Pferdes in den Grundgangarten. Die Pferde werden am angemessen losen Zügel vorgestellt und man sollte dem Reiter ansehen können, daß es für ihn ein Vergnügen ist, sein Pferd zu reiten.
Die Kommandos für die Reiter erfolgen durch den Richter, der für eine gute Bewertung nach folgenden Kriterien vorgeht. Im Schritt (Walk) soll das Pferd in einem gleichmaßig flotten Tempo gezeigt werden, während im Trab (Jog) und im Galopp (Lope) etwas verhaltener geritten wird, so daß die Pferde leichtfüßig und ausbalanciert auf dem Hufschlag gehen.

Die Übergänge zwischen den Gangarten sollten weich und harmonisch sein und möglichst unmittelbar nach dem Kommando des Richters erfolgen. Desgleichen sollte auch die Hilfengebung des Reiters so weich sein, daß sie am besten gar nicht sichtbar ist. Es werden alle drei Gangarten in beiden Richtungen vorgestellt. Der Richter kann zur besseren Unterscheidung der Teilnehmer zusätzlich auch eine Trabverstärkung (Extended Jog) verlangen, was in der Regel eher selten geschieht. Darüberhinaus müssen die Pferde leicht rückwärts zu richten sein (backup) und ruhig stehen können. Das wird beim "Line Up" am Abschluß der Prüfung erwartet.

Die Teilnehmerzahl beträgt meistens nicht mehr als 14, darüberhinaus wird in zwei oder mehr Cuts geritten. Das heißt, die Teilnehmer werden in mehrere Gruppen aufgeteilt und die Bestplatzierten aus diesen Untergruppen reiten anschließend im Final gegeneinander.
Ein gutes Pleasurepferd sollte außer seiner Leichtrittigkeit auch eine gute Portion Nervenstärke mitbringen, um sich in der Prüfung nicht von einem schlechteren Pferd mitreißen zu lassen.

Erfahrene Pleasurereiter, suchen sich in der Prüfung immer einen Platz in der Gruppe, an dem sie genügend Freiraum zu den anderen Teilnehmern haben und für den Richter gut sichtbar sind. Wer die Qualitäten der Mitbewerber kennt, wird sich wenn möglich außerdem aussuchen welche Teilnehmer während der Prüfung vor bzw. hinter einem reiten.
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Bei uns ein seltenes Bild
Pleasure Driving