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Back in the USA.
Obwohl Kolumbus schon bei seiner zweiten Reise in die neue Welt Pferde mit dabei hatte, kamen diese nur bis Haiti. (Kolumbus war immer noch davon überzeugt in Indien gelandet zu sein) Die Spanier errichteten aber schon wenig später ein Zentrum zur Zucht und Aklimatisation der Pferde auf den Westindischen Inseln, die zudem einen regelmäßigen Nachschub aus der "Alten Welt" erhielten. Teils monatelange Schiffstransporte bei mitunter schlechtesten Wetterbedingungen hatten den Verlust vieler Tiere und ganzer Schiffe mitsamt ihrer Ladungen und Besatzungen zufolge. Aber die Aussicht auf Gold und sagenhafte Schätze ließen alle Kosten und Mühen vergessen.
Das amerikanisch Festland erreichten Jahrtausende nach dem Niedergang der Art in Amerika, als erste Pferde die 16 Kriegsrösser des Hernando Cortez im Jahre 1519. Der militärische Vorteil, den die Spanier dank der Pferde gegenüber den aztekischen Ureinwohnern hatten, war Aufgrund des Abschreckungseffektes den die Tiere hatten gewaltig. Der Gedanke, daß Menschen auf Tieren reiten könnten war für die Azteken zu abstrakt und da sie bis dahin auch keine Pferde kannten, sahen sie in Roß und Reiter ein einziges, für sie monströses Geschöpf mit zwei Köpfen und sechs Beinen.
Doch sie gewöhnten sich an diesen Anblick, denn Gelegenheiten dazu gab es genug. In vielen Expeditions- und Eroberungswellen zogen die Spanier wenig zimperlig und immer auf der Suche nach Gold und Silber, durch Südamerika und durch Teile des südlichen Nordamerikas. Und die Trosse der Spanier waren teilweise gigantisch. Alleine Franzisco Vasquez führte ab 1539 eine Expedition mit 250 Reitern, über 1300 Transport- und Ersatzpferden sowie zusätzlichen Maultieren. Nach drei Jahren kehrte er mit etwas mehr als der Hälfte der Tiere zurück.
Auch bei anderen Exkursionen, und von Haziendas und Pferdefarmen der Spanier, die mittlerweile entstanden, entliefen im Laufe der Zeit immer wieder Tiere die nicht wieder eingefangen werden konnten und bildeten im Laufe der Zeit große Herdenverbände verwilderter Pferde spanischem Ursprungs. Darüberhinaus gab es eine große Zahl von Indianern, die teils gegen Hungerlöhne und teils als Sklaven auf diesen Farmen und Haziendas arbeiteten. Es war ihnen zwar bei Todesstrafe untersagt auf Pferden zu reiten, aber einige konnten der Verlockung nicht widerstehen. Und zumindest die versklavten Indianer nahmen verständlicher Weise jede passende Gelegenheit zur Flucht war und dabei nach Möglichkeit immer auch gleich ein paar Pferde mit. Die Entflohenen wußten, sie würden bei Stämmen, die nicht direkt unter spanischem Einfluß lagen, und die keine Vergeltungsmaßnahmen durch die Spanier fürchten mußten, mit offenen Armen aufgenommen. Denn die Flüchtlinge brachten nicht nur die "neuen", mittlerweile stark begehrten Tiere, sondern auch das Wissen um den Umgang mit ihnen zu den Stämmen. Und mit jedem zusätzlichen indianischen "Cavalleristen" nahm die militärische Überlegenheit der Spanier ab. Bereits um 1600 war in Mexico der Anblick berittener Indianer bei kriegerischen Auseinandersetzungen gegen die Spanier keine Seltenheit mehr.

"Als unsere Leute zum ersten Mal Pferde erhielten, wußten sie nicht wie man diese füttert. Sie boten den Tieren getrocknetes Fleisch an, oder rieben ihre Nüstern mit Fett ein, damit sie fressen sollten. Da wandten sich die Pferde ab, senkten die Köpfe und begannen das Gras der Prärie zu fressen." Wolf Calf (Piegan) ca. 1800
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| Die Wiederverbreitung des Pferdes auf dem amerikanischen Kontinent erfolgte vorwiegend aus südlicher Richtung ausgehend von Vera Cruz. Die Jahreszahlen der Ankunft bei den einzelnen Indianervölkern und deren genaue Lokalisierung differiert je nach Quelle, deshalb sind hier nur die angenommenen Hauptverbreitungsrouten dargestellt. Das Gewehr verbreitete sich übrigens ziehmlich genau in der entgegengesetzter Richtung. |
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Bevor die Indianer zu Pferden kamen, war ihr einziges Transporttier der Hund. Direkt beladen, (meist Northern Territories) oder mit Schleppstangen (Travois) versehen, (meist Plains) transportierten die Hunde teile der Jagdbeute oder des Hausrates.
In vielen indianischen Sprachen bekam der Name für das Pferd einen Bezug zum Hund. Großer Hund, Heiliger Hund oder Bisonhund sind nur einige Beispiele. |
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